Isarlied (Neues Donaulied)


Mein halbes Leben habe ich mich maßlos über das Donaulied geärgert…Ein Lied welches die Vergewaltigung und das Schwängern einer wehrlosen Frau beschreibt, sich über diese lustig macht und seit Jahrzehnten von jung und alt durch sämtliche Bierzelte gegrölt wird. (Text hier: http://www.rhoischnoke.de/ginsem/volk…)

Es geht mir hierbei vor allem um die rund 1/7 aller Frauen, die bereits schmerzliche Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt erleben mussten und die dieses Lied, das solche Opfer aufs Übelste Verhöhnt, seit Jahrzehnten ertragen müssen. Es tut mir weg zu wissen, dass dieses Lied so viele Gefühle verletzt und Menschen weh tut. Auch die angeblich harmlose Neufassung schlägt mir und vielen anderen nach wie vor auf den Magen, da einfach eine Zeile geändert wurde um das Einverständnis der Frau unterzubringen und ansonsten den selben Frauen – entwürdigenden Text besitzt. Auch Männer werden in diesem Lied pauschal über einen Kamm geschert und als willenlose, dumme Sexobjekte dargestellt… Obwohl ich normalerweise frei nach dem Motto „Bevor i mi aufreg, is ma liaba wurscht“ agiere, hat mich die Petition einer Passauer Studentin zum Verbot des Donauliedes nun inspiriert. Ich habe das Donaulied umgeschrieben und hoffe, diese setzt sich künftig auf allen Volksfesten, Hochzeiten und runden Geburtstagen durch! Von nun an gilt: Donaulied?! Meintest du etwa das Isarlied?

Wer die Petition noch unterschreiben will, findet sie hier: https://www.openpetition.de/petition/…

Also Freunde…singt mit und kämpft mit mir gegen sexistischen, geschmackloses und unterirdisches Kulturgut welches seinen Namen nicht verdient! Mir ist auch bewusst, dass das Donaulied nicht das einzige Lied ist, das nicht mehr in die Zeit passt…Aber es ist ein schönes Zeichen, damit anzufangen…auf dass bald alle verstehen, was solche Lieder anrichten und wir endlich auch im Bierzelt musikalisch im Jahr 2020 ankommen 🙂